Stadthalle Reethus

Stadthalle Reethus

Auslober: Flora Westfalica - FGS Fördergesellschaft Wirtschaft

Wettbewerbszeitraum: 2017

Typ: Kultur / Veranstaltungsbauten

Auszeichnungen

2007

Beschränkter Wettbewerb - 3. Preis


Leitidee

Das Haus im Grünen gebaut aus Schilf ist der Ausgangspunkt unseres Entwurfs. Ein leichtes, wie von Schilf getragenes Dach umfaßt einen großen Raum. Sanft geformt vereint es alle Innenbereiche. Das Gebäude öffnet sich mit einer großzügigen Geste zur reetbewachsenen Ems- Aue. Die „Schilf-Stützen“ umschließen „den einen Raum“ und erlauben Einblicke in das Geschehen. Innen- und Außenbereiche werden so in Einklang gebracht. Das neue Reethus hat keine Rückseite. Die zukünftige Stadthalle wird sich auch an der vermeintlichen Rückseite, von einer übergeordneten Qualität präsentieren. Durch die Außergewöhnlichkeit des Gebäudes wird die Stadt Reethus eine überregionale Bedeutung erlangen. Schon von der Autobahn aus, ist die Einzigartigkeit des Gebäudes in seiner Umgebung wahrnehmbar.

Ausrichtung

Der breite Hauptzugang, zu unserem neuen Reethus, wird von Seiten der „Mittelhegge“ sein. Eine strikt orthogonale Wegeführung erstreckt sich von dort in Richtung Haupteingang über Aktionsmulde und Seilzirkus. Bestehende Strukturen werden in das neue Umfeld integriert. Diese Ausrichtung ist klar übergeordnet. Ein schmaler, parallel zum Gebäude laufender Steg bindet direkt an den Hauptfußweg der „Flora Westfalica“ an.

Organisation

Durch den Hauptzugang betritt man das zentral gelegene Foyer. Dieses ermöglicht in seiner Dimension und Lage die Kopplung zwischen Gastronomibereich und Saal. Die einzelnen Räume können zu einem großen Veranstaltungsbereich zusammengefasst werden, der viele neue Möglichkeiten zulässt.

Materialien

Leichte Materialien überwiegen. Die Primärkonstruktion der „Schilf-Stützen“ und des leichten Dachs werden aus Stahl errichtet, der geschlossene Garderoben- und Verwaltungstrakt im Inneren aus massivem Beton. Dieser Bereich erhält in den sichtgeschützten Bereichen eine Verkleidung aus gelochtem Kupfer- Wellblech. Diese ermöglicht, vor den Fenstern gelegen, durch unterschiedliche Lochgrößen eine variable Transparenz und reagiert so auf den Innenraum.

Energiekonzept

Die Ausrichtung der verglasten Bereiche nach Süden ermöglicht eine passive Nutzung der Sonnenenergie. Um Überhitzung zu vermeiden ist es vorgesehen, im Zwischenbereich der „Schilf- Stützen“ einen variablen leichten Sonnenschutz anzuordnen. Große Öffnungsmöglichkeiten im Oberen und Unteren Fassadenbereich gewähren die gewünschte Abgabe überschüssiger Wärme im Sommer.