Anbau Bundesrat

Anbau Bundesrat

Auslober: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Wettbewerbszeitraum: 2014

Typ: Büro-/ Verwaltungsbauten

Das neue Besucherzentrum für den Bundesrat versteht sich als förderales Element der Stadt. Das Gebäude versucht nicht sich ähnlich eines Solitärs in den Vordergrund zu drängen, sondern erkennt seine Funktion als Vermittler zwischen den Bestandsgebäuden und als Komplettierung des vorhandenen städtischen Gefüges.
Die Städtebauliche Form des neuen Gebäudes begründet sich stark aus der spezifischen Geschichte des Ortes und dem föderalen Grundgedanken für den der Bundesrat - stellvertretend für die Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland - steht.

Die Figur des Neubaus soll als gleichberechtigtes Bindeglied zwischen den Bestandsgebäuden die Vervollständigung der städtebaulichen Umgebung zum Ausdruck bringen. Drei „Linien“ unterschiedlicher Länge vermitteln zwischen dem Westflügel des Preußischen Herrenhauses und der tief gestaffelten Bebauung des Leipziger Platzes. Mehrere eigenständige Elemente werden zusammengeführt und ergeben so ein gemeinschaftliches Ganzes. Dieses Grundprinzip setzt sich auch im Gebäudeinneren fort. Ähnlich des Raumplangedankens von Adolf Loos stehen die unterschiedlichen Funktionen des Besucherzentrums wie Bibliothek, Archiv, Verwaltung usw. je nach Größe und Platzbedarf frei im Raum und bilden so spannungsvolle Bezüge und rhythmische Abfolgen, die das Gebäude definieren und strukturieren.